Wir sind Juden aus Breslau

Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung "Die Deutschen kamen nicht / Niemcy Nie Przyszli. Kunst zur Geschichte einer Stadt" anlässlich der Europäischen Kulturhauptstadt Wroc³aw 2016 im Kunsthaus Dresden

In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Sachsen -
Gesellschaft für Sächsisch-Polnische Zusammenarbeit e.V.

Regie: Karin Kaper, Dirk Szuszies
Dokumentation | Deutschland | 2016 | FSK: 12 | 113 min

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt.

Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wroc³aw, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Ein Film von aktueller Brisanz , der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Schandauer Str. 73 | Dresden | T 0351. 310 37 82
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