Die Überglücklichen

La pazza gioia - Un po’ di Felicità
ital.O.m.dt.U.
Regie: Paolo Virzì | Darsteller: Valeria Bruni Tedeschi, Micaela Ramazotti, Valentina Carnelutti u.a.
Drama/Komödie | Italien/Frankreich | 2016 | FSK: 12 | 116 min

Zwei Frauen brechen gemeinsam aus einer Psychiatrie aus und flüchten quer durch die sommerliche Toskana. Mit zwei herausragenden Hauptdarstellerinnen und jeder Menge Dialogwitz gelingt Paolo Virzì eine unterhaltsame, mediterrane Tragikomödie rund um Freundschaft und den Ausweg aus einer krisengeschüttelten Lebensphase.

Beatrice plappert ohne Punkt und Komma, wobei Wahrheit und Lüge nahtlos ineinander übergehen. Angeblich wird sie aus unlauteren Gründen in der luxuriösen Nervenheilanstalt „Villa Biondi“ festgehalten, doch ob das stimmt, steht in den Sternen. Dass Beatrice gern mal flunkert, merkt auch die junge Donatella kurz nach ihrer Einweisung in die Psychiatrie. Die neugierige Beatrice gibt sich nämlich kurzerhand als Ärztin aus und befragt die Neue über ihren seelischen Zustand. Zwischen Gartenarbeit und Gruppentherapie entdecken die Frauen ihre große Sympathie füreinander, büxen aus der Anstalt aus und begeben sich auf einen Road Trip quer durch die blühende Landschaft der Toskana.

Unterwegs wachsen die Frauen nicht nur zu einem gut eingespielten Duo zusammen, sondern stellen sich auch ihren seelischen Leiden. Die überspannte Beatrice, eine Gräfin aus der italienischen Oberschicht, leidet an einer bipolaren Störung. Zwischen manischen Hochphasen und depressiven Downs verarbeitet sie ihre unglückliche Liebe zu einem Kriminellen, der ihrer betuchten Familie ein Dorn im Auge ist. Drastischer fällt die Vorgeschichte von Donatella aus, die sich und ihrem kleinen Sohn das Leben nehmen wollte. Ihre Vergangenheit wird in den gelegentlich eingestreuten Rückblenden jedoch kaum thematisiert.

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