Noma

Regie: Pierre Deschamps
Dokumentation | Großbritannien | 2016 | FSK: 0 | 99 min

René Redzepi heißt der Mann, der die skandinavische Küche neu erfunden hat, und das Noma ist seine Schöpfung – eines der anerkannt besten Restaurants der Welt. Pierre Deschamps erzählt mit sehr viel Respekt die Geschichte des Mannes und seines Berufes, der für ihn Berufung ist.

Haute cuisine lässt sich ganz gut mit „gehobene Küche“ übersetzen. Je weiter oben, desto exquisiter sind die Zutaten, die zu Kompositionen mit durchgeknallten Bezeichnungen verarbeitet werden, und desto teurer wird demzufolge das Essen, das auf herrlich dekorierten Tellern angerichtet wird. In diesem Reich der Spitzengastronomie ist René Redzepi der König, das wird sehr schnell klar. Manche nennen ihn den Mozart der skandinavischen Küche, und zwar aus zwei Gründen: Er ist jung, also eine Art Wunderkind, und er gilt als Genie, denn er hat die skandinavische Küche erfunden.

Pierre Deschamps begleitet den ehrgeizigen Küchenchef privat und beruflich, er lässt seine Familie und Kollegen zu Wort kommen, aber auch Partner, die für ihn Fische fangen, Pilze oder Flechten sammeln und Kräuter finden oder anbauen. Denn René Redzepi, der mazedonische Wurzeln hat, besinnt sich in seinen kulinarischen Kreationen auf den Ursprung des Essens: Seine Speisen sind nicht nur regional und saisonal – damit allein könnte kein Küchenchef dieser Erde einen toten Hering vom Teller ziehen, geschweige denn Sterne erwirtschaften – sondern sie verbinden die Schönheit der Natur mit dem Vergnügen, das der Mensch von Anbeginn an beim Essen empfindet. Optik, Geruch und Geschmack bilden eine Einheit. Geruch und Geschmack lassen sich im Film nur erahnen, aber die Gerichte, die im Noma auf den Tisch kommen, sind zumindest ein visuelles Vergnügen.

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