Gimme Danger

engl.O.m.dt.U.
Regie: Jim Jarmusch | Darsteller: Iggy Pop u.a.
Dokumentation/Musik | USA | 2016 | 108 min

Dokumentation von Regisseur Jim Jarmusch über Iggy Pop und dessen legendäre Punkband 'The Stooges'.

Sie gelten als Wegbereiter des Punkrock und haben die Underground- und Subkultur nachhaltig beeinflusst: The Stooges. In ihrer großen Zeit von Mitte der 60er bis Anfang der 70er Jahre waren sie eine der Bürgerschreck-Bands schlechthin und lebten den Rock N‘ Roll wild bis zum Exzess. Regisseur Jim Jarmusch („Ghost Dog“, „Paterson“) zelebriert das künstlerische Werk seiner Lieblingsband in dem elektrisierend-verspielten Dokumentarfilm: eine energiegeladene Hommage an eine ikonische Gruppe, die ihrer Zeit weit voraus war – bis die Selbstzerstörung begann. Jarmusch erzählt die Stooges-Geschichte vorwiegend aus der ziemlich subjektiven Perspektive des Frontmanns der Band, dem lässigen Elder Statesman of Rock Iggy Pop („I don’t want to be a punk. I just want to be.“).

Dreh- und Angelpunkt von „Gimme Danger“ ist also Jim Jarmuschs Kumpel Jim Osterberg, alias Iggy Pop, der bereits in „Dead Man“ (1995) und „Coffee And Cigarettes“ (2003) als Schauspieler für Jarmusch vor der Kamera stand und als einziges Gründungsmitglied der Stooges noch am Leben ist. Iggy strahlt ein cooles Charisma aus, er ist relaxed, selbstironisch (er habe sich nicht für Bob Dylan gehalten, sagt er) und einfach witzig (wenn er über Joe Cocker und seine Musik spottet). Dazu bindet Jarmusch aber auch Interviewaufnahmen der Mitgründer Ron Asheton († 2009) und Scott Asheton († 2014) sowie der späteren Mitglieder Steve Mackay († 2015) und James Williamson (stieß nach der 2009er Tour zu den Stooges), mit denen der Regisseur den Blick auf die (mehr oder weniger) chronologisch aufgerollte Bandgeschichte zumindest ein wenig erweitert.

Schandauer Str. 73 | Dresden | T 0351. 310 37 82
Wir sind Mitglied von