Im Jahr 1910 begegneten sich der Komponist Gustav Mahler und der Psychoanalytiker Sigmund Freud einen Nachmittag lang. Mahler hatte Freud um den Termin gebeten, weil seine junge Frau Alma ihn betrogen hatte.
Gequält und zerschlagen kommt Mahler im holländischen Leiden an. Zunächst will er dennoch nichts von sich preisgeben und sich schon gar nicht auf die Couch legen. Er kann sich auch nicht erklären, warum Alma ihr Liebesglück zerstört. Erst die Frage Freuds, ob er sich denn schuldig fühlen würde, bringt ihn – nachdem er sie erst vehement verneint - zum Erzählen.
Aus seinen Erinnerungen entsteht nach und nach und für Mahler selbst völlig überraschend die Geschichte einer Ehe, in der die Frau ihr Leben völlig den Bedürfnissen des älteren, genialen Mannes untergeordnet hat. Alma, die vor ihrer Hochzeit eine Königin der Wiener Sezession war, gibt nach ihrer Hochzeit die Musik völlig auf und widmet sich nur noch ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter. Wie alle in Mahlers Umgebung passt sie sich in den rigorosen Tagesablauf des Meisters ein. Dabei leidet gerade das Band, dass die beiden eigentlich am meisten verbindet: das gemeinsame Interesse an der Musik.