2016. Kurz vor der Präsidentschaftswahl arbeitet die New York Times-Journalistin Megan Twohey an einem Artikel, in dem Donald Trump sexuelle Belästigung vorgeworfen wird. Die Ära von #metoo hat gerade erst begonnen, machtvolle Männer werden bisweilen unberechtigter, meist sehr berechtigterweise angeklagt, entlassen, ihrer Posten enthoben. Doch eine Geschichte wird viel größer werden als alle anderen: Die Anschuldigungen gegen den Produzenten Harvey Weinstein.
Zunächst ist es Jodie Kantor, die Hinweise bekommt, dass ein bedeutender Hollywood-Produzent immer wieder übergriffig geworden sei. Ihre Chefs ermuntern Kantor zu recherchieren, erst allein, bald im Duett mit Twohey. Das Problem: Keine der Frauen, die von Weinstein belästigt oder gar vergewaltigt wurden, sind willens sich zitieren zu lassen und ohne Zitate keine Story. So beginnt ein langer Prozess, bei dem Kantor und Twohey in Amerika, aber auch in England, Schauspielerinnen treffen, aber auch Mitarbeiterinnen von Weinsteins Produktionsfirma Miramax, die erschreckende, sich oft bis ins Detail ähnelnde Geschichten erzählen: Ein Ruf aufs Hotelzimmer, die unverblümte Aufforderung zu einer Massage, Druck und wenn das nicht half Drohungen oder rohe Gewalt.
Man weiß, wie die Geschichte ausgeht, Weinstein wurde zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt, zwei weitere Verfahren stehen noch aus, aller Voraussicht wird der einstige Starproduzent im Gefängnis sterben.
Start: 08.12.2022